Wer in Köln Pänz, Veedel oder Kamelle hört, versteht oft sofort, worum es geht. Bei Kabüffje, Nöttelefönes oder Klävbotz wird es schon schwieriger. Kölsche Wörter sind mehr als Folklore für die fünfte Jahreszeit. Dahinter steckt eine Stadtsprache mit eigenem Wortschatz, eigenen Lauten und einer langen Geschichte.
Hier findest du rund 90 kölsche Wörter mit hochdeutscher Übersetzung, sortiert nach Alltag, Essen, Menschen, Gefühlen und Karneval. Dazu kommen die typischen Laute, belegte Redensarten und ein Überblick, wo du Kölsch nachschlagen oder lernen kannst.
Das Wichtigste in Kürze
- Kölsch ist laut LVR der größte Dialekt im Rheinland und in NRW. Sprachwissenschaftlich gilt es als eigene Sprache mit Wortschatz, Grammatik und Lauten.
- Es gehört zum Ripuarischen. Die Benrather Linie trennt es bei Düsseldorf vom Niederfränkischen.
- Typisch sind j statt g am Wortanfang (jot, Jaade), u statt au (Huus, Muus) und ng statt n (Rhing, Wing).
- Die Akademie för uns kölsche Sproch gibt es seit 1983. Das Online-Wörterbuch der Akademie übersetzt einzelne Wörter in beide Richtungen, aber keine ganzen Sätze.
- Schreibweisen schwanken. Rievkoche und Rievkooche meinen beide den Reibekuchen.
- Viele beliebte Herkunftsgeschichten, etwa zu Fisematente oder Klüngel, gelten als Legenden.
Kölsch: Dialekt, Sprache oder beides?
Kölsch ist der Dialekt der Stadt Köln und nach Angaben des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte der größte Dialekt im Rheinland und in ganz Nordrhein-Westfalen. Wie viele Menschen ihn sprechen, lässt sich laut LVR mangels verlässlicher Zahlen nicht sagen. Sprachwissenschaftlich sieht das Institut im Kölner Dialekt eine Sprache, mit eigenem Wortschatz, eigener Grammatik und eigenem Lautinventar. In Köln hat sich dafür die Bezeichnung „kölsche Sproch“ durchgesetzt.
Einordnen lässt sich Kölsch in die Gruppe des Ripuarischen innerhalb des Mittelfränkischen. Nach Norden grenzt die Benrather Linie, auch maache-maake-Linie genannt, diesen Raum bei Düsseldorf vom Niederfränkischen ab. Einen Kontrast aus einer ganz anderen Ecke von NRW bieten unsere Ruhrpott-Wörter.
Innerhalb Kölns gibt es selbst Unterschiede. Das LVR unterscheidet „stadtkölnische“ und „landkölnische“ Formen, etwa bei Oug und loufe gegenüber Oog und lofe für „Auge, laufen“. Außerhalb Kölns wird Kölsch oft mit Rheinisch gleichgesetzt. Im Alltag hört man zudem häufig eine abgemilderte rheinische Umgangssprache mit Kölner Tonfall, die als Familienkölsch bekannt ist.
Die Akademie för uns kölsche Sproch wurde 1983 gegründet und gehört zur Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn. Nach Darstellung der Stiftung Kultur ist Kölsch durch Erforschung und Standardisierung mehr als ein Dialekt, nämlich eine Regionalsprache, die gelernt, gesprochen und weitergegeben werden kann.
So klingt Kölsch: die typischen Laute
Viele kölsche Wörter erkennst du leichter, wenn du ein paar Lautregeln kennst. Die Regeln stammen aus der Sprachgeschichte des Rheinlands. Die Beispiele unten sind den Sprachporträts des LVR entnommen.
- j statt g: Am Wortanfang wird g als j gesprochen, etwa in Jaade (Garten), jlöve (glauben) oder Jras (Gras). Bekannt ist der Spottvers „Ne jut jebratene Jans is ne jute Jabe Jottes“, der gern Konrad Adenauer zugeschrieben wird. Auch Jüngere ohne Dialektkenntnisse nutzen dieses j in Wörtern wie jut.
- u statt au: Huus (Haus), Muus (Maus), Duuf (Taube) und Dume (Daumen) bewahren einen alten Vokal aus fränkischer Zeit.
- ng und k statt n und t: Fachleute nennen das Velarisierung. Aus Wein wird Wing, aus dein wird ding, aus heute wird hück und aus braun wird brung. Nach demselben Muster wird der Rhein zum Rhing.
- Stadt gegen Umland: In der Stadt heißt es schnigge (schneiden), Kruk (Kraut) und bedügge (bedeuten), in der Umgebung eher schnegge, Krok und bedögge.
- Verkleinerung mit -che, -je oder -elche: Hüsje (Häuschen), Kätzje (Kätzchen), Röggelche (Roggenbrötchen) und Jüngelche (kleiner Junge).
- et Marie: Vor Frauennamen steht im zentralen Rheinland oft der sächliche Artikel. Laut LVR wird das vor allem in Gesprächen über oder mit vertrauten Verwandten und Freundinnen verwendet.
Mehr zur j-Regel und zu ihren Ausnahmen erklärt das LVR auf seiner Seite zur Aussprache von g als j. Dort steht auch, dass im Regiolekt vor Konsonanten meist wieder Glas statt Jlas gesagt wird.

Kölsche Wörter für den Alltag
Die Formen und Bedeutungen in den Tabellen haben wir im Online-Wörterbuch der Akademie för uns kölsche Sproch, in koelsch-woerterbuch.de, im Kölsch-Lexikon von FF Stadtführungen und in den Sprachporträts des LVR nachgeschlagen. Kölsche Schreibweisen lassen Spielraum, deshalb nennen wir Varianten mit.
Grüße und kleine Wörter
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| jo | ja | |
| nä | nein | Gegenstück zu jo |
| tschö | tschüss | rheinische Form, dialektal auch tschökes |
| adjö, adjüs | auf Wiedersehen | vom französischen Adieu |
| Morje, Morge | Morgen | |
| jot | gut | im Akademie-Wörterbuch god geschrieben |
| leev | lieb | steckt etwa im Liedtitel „Leev Marie“ |
| hück, hügg | heute | hüggzedags heißt „in der heutigen Zeit“ |
| ömesöns | umsonst | |
| tirektemang | sofort | tirek heißt direkt |
| luuter | immer, stets |
Zuhause, Stadt und Tiere
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Kölle | Köln | |
| Veedel | Viertel, Stadtteil | |
| Huus | Haus | Verkleinerung Hüsje |
| Pooz | Tür, Tor | von lateinisch porta |
| Kabuff, Kabüffje | Verschlag, Abstellkämmerchen | Kabüffje ist die Verkleinerung |
| Plümmo | Federdecke | hochdeutsch Plumeau |
| Paraplü, Parapluie | Regenschirm | vom französischen parapluie |
| Botz | Hose | |
| Kraneberger | Leitungswasser | Wasser „vum Kran“, also aus dem Hahn |
| Rähn | Regen | |
| Rhing | Rhein | auch Vater Rhein |
| Schäl Sick | rechte Rheinseite | Neckname, schääl heißt auch krumm |
| Zigg | Zeit | |
| Daachhas, Dachhas | Katze | |
| Hungk | Hund | nk statt nd |
| Muus | Maus | |
| Duuf, Duuv | Taube | Verkleinerung Düfje |
Essen und Trinken auf Kölsch
Auf der Speisekarte im Brauhaus, der Fooderkaat, begegnen dir viele kölsche Wörter. Manche Gerichte heißen so, dass sie ohne Übersetzung kaum zu erraten sind. Was hinter dem bekanntesten Beispiel steckt, liest du in unserem Beitrag zum Halven Hahn.
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Äädäppel | Kartoffeln | |
| Äädäppel(s)schlot | Kartoffelsalat | Schlot heißt Salat |
| Rievkoche, Rievkooche | Reibekuchen | beide Schreibweisen belegt |
| Flönz | Blutwurst | frische Blutwurst, Blodwoosch meint die geräucherte |
| Himmel un Ääd | „Himmel und Erde“ | gebratene Blutwurst mit Kartoffelpüree und Apfelmus |
| Kölsche(r) Kaviar | Blutwurst mit Zwiebeln | kein Fischrogen |
| halve Hahn | Roggenbrötchen mit Käse | kein halbes Hähnchen |
| Röggelche | Roggenbrötchen | Verkleinerung mit -elche |
| Mostert | Senf | |
| Kappes | Kohl | heißt auch Unsinn |
| suure Kappes | Sauerkraut | auch soore Kappes |
| Hämmche | gekochte Hinterkeule | ähnlich wie Eisbein |
| Öllig | Zwiebel | auch Zwibbel |
| Muhr, Muhre | Möhre | |
| Schavu | Wirsing | vom französischen chou de Savoie |
| Quetschetaat | Zwetschgenkuchen | auch Prummetaat |
| Kölsch | obergäriges Bier aus Köln | und zugleich der Name der Sprache |
Menschen, Gefühle und Eigenschaften
Gerade bei Menschen und Stimmungen zeigt das Kölsche, wie bildhaft es ist. Manche Wörter kommen aus dem Französischen, etwa malad, andere beschreiben jemanden so genau, dass es im Hochdeutschen einen ganzen Satz bräuchte.
Familie und Leute
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Pänz | Kinder | Einzahl Panz |
| Mädche, Weech | Mädchen | Weech heißt auch Kind |
| Mamm | Mama, Mutter | |
| Papp | Papa | |
| Söster | Schwester | |
| Ühm | Onkel | auch Ohm, von Oheim |
| Möhn | ältere Frau, Tante | im Karneval auch verkleidete Frau |
| Lück | Leute | ck statt t |
| Fründ | Freund | |
| Kabänes | Prachtkerl, Kumpel | |
| Baas | Chef | |
| Imi | Zugezogener | laut FF-Lexikon kann auch ein Imi ein Kölscher sein |
Das FF-Lexikon weist auf einen feinen Unterschied hin. „Kölner“ meint vor allem den Geburtsort, „Kölsche“ dagegen auch die Kölner Lebensart. Ein Kölscher kann deshalb auch zugezogen sein.
Stimmungen und Eigenschaften
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| jeck | verrückt, albern, vernarrt | ein Jeck ist ein Narr |
| aläät | munter, aufgeweckt | |
| staats | schön, prächtig | |
| muggelig | behaglich, mollig | |
| höösch | leise, behutsam | auch langsam |
| malad | krank | aus dem Französischen |
| plümerant | flau | |
| karrig | geizig | |
| huffäädig | eitel | |
| verdötsch | verwirrt | |
| kriesche | weinen | |
| Pläsier | Freude, Vergnügen | |
| Klaaf | Plauderei, Gerede | |
| Verzällche | kleine Geschichte | Verzäll heißt Erzählung, auch Gerede |
| uze | necken, foppen |
Freundliche Neckwörter
Kölsch kann frech sein, ohne verletzend zu werden. Die folgenden Wörter sind Neckereien für Freunde und Familie. Echte Schimpfwörter lassen wir bewusst weg, denn der Ton macht auch op Kölsch die Musik.
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Labbes | großer Kerl, Flegel | laut FF-Lexikon ein langer, pubertärer Junge |
| Lällbeck | Grünschnabel | |
| Schwaadlappe | Vielredner | schwaade heißt reden, tratschen |
| Strunzbüggel | Angeber | |
| Nöttelefönes | Nörgler, Meckerer | |
| Klävbotz | wer beim Feiern bis zum Schluss bleibt | wörtlich Klebhose |
| Naachsüül | Nachteule | |
| Lotterbov | Lausbub, Schlingel |
Karnevalswörter, die du zur Session kennen solltest
Spätestens wenn die neue Session beginnt, sind diese Wörter in Köln überall zu hören. Woher die Rufe Alaaf und Helau stammen und wo welcher gilt, erklärt unser Beitrag zu Alaaf und Helau.
| Kölsch | Hochdeutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Fastelovend | Karneval, Karnevalszeit | auch Fasteleer |
| Wieverfastelovend | Weiberfastnacht | Donnerstag vor Karneval |
| Zoch, Zog | Zug | der Rosenmontagszug heißt Ruusemoondaachszoch oder Rusemondagszog |
| Alaaf | Hoch, Hurra | wie in Kölle Alaaf |
| Jeck | Narr | Mehrzahl Jecke |
| Kamelle | Bonbons | Einzahl Kamell |
| Strüßje | Blumensträußchen | wird im Rosenmontagszug geworfen |
| Bützche, Bützje | Küsschen | flüchtig auf die Wange |
| Möhne | im Karneval verkleidete ältere Frau | auch Möhn |
| Nubbel | Strohpuppe | wird am Karnevalsdienstag als Sündenbock verbrannt |
Kölsche Sätze und Redensarten
Ganze kölsche Sätze klingen schnell falsch, wenn man sie aus dem Hochdeutschen zusammenbaut. Deshalb findest du hier überlieferte Wendungen aus Wörterbüchern und Lexika. Zwei davon stammen aus dem Kölschen Grundgesetz, das wir in einem eigenen Beitrag erklären.
Hochdeutsch: Narr, lass Narr vorbei. Unter Jecken sind alle gleich.
Hochdeutsch: Es kommt, wie es kommt.
Hochdeutsch: Was weg ist, ist weg.
Hochdeutsch: sinngemäß „Wenn nicht heute, dann morgen“, also eher später als sofort.
Hochdeutsch: Was hast du zu sagen? (kamelle heißt hier etwas sagen)
Hochdeutsch: Es ist so warm, dass die Krähen den Schnabel aufreißen.
Hochdeutsch: Am ersten April schickt man einen Jeck, wohin man will (überliefert laut FF-Lexikon).
Hochdeutsch: Glückselig Neujahr, gebe Gott, es wäre wahr (überliefert laut FF-Lexikon).
Hochdeutsch: Wenn es klappt, dann klappt es.
Hochdeutsch: Sich in Schale werfen.
Hochdeutsch: Wir treffen uns unterm Schweif, gemeint ist das Reiterdenkmal auf dem Heumarkt.
Hochdeutsch: Was morgens passiert, kommt abends zur Sprache.
Hochdeutsch: Gehen, ohne sich zu verabschieden.
Kölsch-Übersetzer und Wörterbücher
Wer nach einem Kölsch-Übersetzer sucht, findet vor allem Wörterbücher für einzelne Begriffe und Wendungen. Für die meisten Fragen im Alltag reichen sie aus. Ganze Texte übersetzt keines der hier genannten Angebote automatisch.
- Online-Wörterbuch der Akademie: Unter dem Motto „Wat deit dat bedügge?“ übersetzt das Wörterbuch der Akademie för uns kölsche Sproch einzelne Wörter von Deutsch nach Kölsch und umgekehrt. Mehrere Wörter oder Sätze funktionieren dort nicht. Bei längeren Sätzen bittet die Akademie um eine Mail.
- koelsch-woerterbuch.de: Ein Online-Lexikon Kölsch–Deutsch mit Wörtern, Sprichwörtern und Kommentaren von Nutzerinnen und Nutzern.
- Wörterbuch rheinischer Alltagssprache: Das LVR stellt das frühere Rheinische Mitmachwörterbuch mit etwa 4.500 Wörtern online bereit. Es dokumentiert die rheinische Umgangssprache, also nicht reines Kölsch.
- Gedruckte Nachschlagewerke: Das LVR nennt unter anderem Adam Wredes „Neuer Kölnischer Sprachschatz“ und Georg Cornelissens „Kölsch. Porträt einer Sprache“ (2019).
Zum Lernen bietet die Akademie Seminare und Kurse an. Laut Stiftung Kultur nehmen jährlich rund 600 Menschen daran teil, etwa 90 bis 100 legen jedes Jahr das Kölsch-Examen ab. Das Jahr ist in zwei Semester geteilt, das erste startet in der Regel Anfang Januar. Die Bibliothek der Akademie verleiht ihre Medien kostenlos und ohne Anmeldung.
Häufige Fehler
- Rheinisch und Kölsch gleichsetzen: Das LVR beobachtet, dass außerhalb Kölns viele rheinische Dialekte schnell als „Kölsch“ einsortiert werden. Das Rheinland hat aber viele eigene Ortssprachen, vom Öcher Platt bis zum Krefelder Dialekt.
- Kölner Tonfall für Kölsch halten: Hochdeutsch mit rheinischer Färbung ist noch kein Kölsch. Viele sprechen im Alltag diese abgemilderte Umgangssprache.
- Die eine richtige Schreibweise suchen: Viele Nachschlagewerke folgen weitgehend den Schreibregeln der Akademie, lassen aber Varianten zu. Rievkoche und Rievkooche findest du beide.
- Ganze Sätze ins Wörterbuch tippen: Das Akademie-Wörterbuch ist für einzelne Wörter gebaut. Wer Wort für Wort übersetzt, landet schnell bei einem Satz, den in Köln so niemand sagen würde. Für Sätze bittet die Akademie um eine Mail.
- Schöne Herkunftsgeschichten glauben: Dass Fisematente von „Visitez ma tente“ kommt, nennt das FF-Lexikon eine kölsche Mär. Auch die Herleitung von Klüngel aus dem französischen „clin d’oeil“ und von Muckefuck aus „mocca faux“ gilt dort als sprachlich falsch.
Fazit
Kölsche Wörter öffnen dir die Tür zu einer Stadtsprache, die laut LVR der größte Dialekt Nordrhein-Westfalens ist und sprachwissenschaftlich als eigene Sprache gilt. Mit drei Lautregeln, j statt g, u statt au und ng statt n, erkennst du viele Wörter leichter wieder. Einzelne Begriffe kannst du in Online-Wörterbüchern wie dem der Akademie nachschlagen. Fang mit den Alltagswörtern an, hör im Veedel genau hin und probier die Karnevalswörter zur neuen Session aus. Und wenn du mal danebenliegst, gilt immer noch „Jeck, loss Jeck elans“.
Häufige Fragen
Was heißt tschö auf Kölsch?
Tschö ist die rheinische Form von tschüss, also ein lockerer Abschiedsgruß. Dialektal wird daraus auch tschökes. Ein weiterer kölscher Abschiedsgruß ist adjö, abgeleitet vom französischen Adieu.
Was bedeutet leev?
Leev heißt lieb. Es steckt zum Beispiel im Liedtitel „Leev Marie“.
Gibt es einen Kölsch-Übersetzer für ganze Sätze?
Das Online-Wörterbuch der Akademie för uns kölsche Sproch übersetzt nur einzelne Wörter, in beide Richtungen. Für längere Sätze bietet die Akademie Hilfe per Mail an. Für ganze Texte fragst du am besten Menschen, die Kölsch sprechen.
Ist Kölsch eine Sprache oder ein Dialekt?
Beides ist richtig. Kölsch ist ein ripuarischer Dialekt, aus sprachwissenschaftlicher Sicht laut LVR aber auch eine eigene Sprache mit Wortschatz, Grammatik und Lauten. Die Stiftung Kultur, zu der die Akademie gehört, spricht von einer Regionalsprache.
Was heißen Pänz und Veedel?
Pänz sind Kinder, die Einzahl lautet Panz. Veedel ist das Viertel oder der Stadtteil.
Quellen & Belege
- LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (Dat Portal): Köln – belegt: größter Dialekt im Rheinland und in NRW, keine verlässlichen Sprecherzahlen, Kölsch linguistisch eine Sprache, „kölsche Sproch“, u in Huus, Muus, Duuf, Dume, stadtkölnisch/landkölnisch, Gleichsetzung mit Rheinisch, Wrede und Cornelissen 2019
- LVR (Dat Portal): Aussprache von g als j – belegt: g als j im Anlaut, Jaade, jlöve, Jras, Spottvers mit Adenauer-Zuschreibung, j bei Jüngeren, Glas statt Jlas im Regiolekt
- LVR (Dat Portal): Rheinische Velarisierung – belegt: Wein > Wing, dein > ding, heute > hück, braun > brung, Stadt schnigge, Kruk, bedügge gegenüber Umland schnegge, Krok, bedögge
- LVR (Dat Portal): Verkleinerungsformen – belegt: -je, -che, -elche mit Hüsje, Düfje, Kätzje, Röggelche, Jüngelche
- LVR (Dat Portal): Neutrale Frauenrufnamen – belegt: et Marie, Gebrauch bei vertrauten Verwandten und Freundinnen
- LVR (Dat Portal): Wörterbuch rheinischer Alltagssprache – belegt: etwa 4.500 Wörter, rheinische Umgangssprache, früheres Mitmachwörterbuch
- Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn: Akademie för uns kölsche Sproch – belegt: Gründung 1983, Regionalsprache, rund 600 Seminarteilnehmende und 90 bis 100 Kölsch-Examen pro Jahr, kostenlose Ausleihe
- Akademie för uns kölsche Sproch: Online-Wörterbuch – belegt: Übersetzung einzelner Wörter Deutsch/Kölsch, keine Sätze, Mail bei längeren Sätzen, „Wat deit dat bedügge?“; Wortsuche (Abfrage 27.10.2026) bestätigt u. a. hügg, ömesöns, tirektemang, luuter, adjüs, Morge, god, Kabuff, Pooz, Plümmo, Parapluie, Botz, Kraneberger, Rähn, Rhing, schäl Sick, Zigg, Daachhas, Duuv, Äädäppelsschlot, Rievkoche, Flönz, Blodwoosch, Himmel un Ääd, Kölsche Kaviar, Röggelche, Mostert, suure Kappes, Hämmche, Öllig, Zwibbel, Muhr, Schavu, Quetschetaat, Prummetaat, Weech, Papp, Söster, Ühm, Ohm, Möhn, Lück, Baas, Imi, aläät, staats, muggelig, höösch, plümerant, karrig, huffäädig, verdötsch, kriesche, Pläsier, Verzällche, uze, Lällbeck, Schwaadlappe, Strunzbüggel, Nöttelefönes, Klävbotz, Naachsüül, Lotterbov, Fasteleer, Zog, Rusemondagszog, Bützche, Nubbel, Fooderkaat, kamelle, Krohl, gappe, fluppe, Stätz, Tapet, verdröcke, fott, kütt, Aprel, glöcksillig, Neujohr, elans
- Akademie för uns kölsche Sproch: Kölsch lernen – belegt: zwei Semester, erstes Halbjahr ab Anfang Januar
- FF Stadtführungen Köln: Kölsch-Lexikon – belegt: Wortformen und Bedeutungen der Tabellen und Redensarten 3 bis 13, Schreibregeln nach der Akademie mit Varianten, Kölsche und Kölner, Fisematente, Klüngel und Muckefuck als falsche Herleitungen
- koelsch-woerterbuch.de: Lexikon Kölsch/Deutsch – belegt: jo, nä, adjö, Morje, jot, leev, Veedel, Kölle, Huus, Hungk, Muus, Äädäppel, Rievkooche, halve Hahn, Kappes, Kölsch, Pänz, Mädche, Mamm, Fründ, Kabänes, jeck, Klaaf, Fastelovend, Wieverfastelovend, Zoch, Alaaf, Kamelle, Strüßje, Nubbel, Labbes, „Jeck, loss Jeck elans“, „Et kütt, wie et kütt“, „Küss de hück nit, küss de morje“ (Kommst du heute nicht, kommst du morgen)
- Wikipedia: Kölsch (Sprache) – belegt: Variante des Ripuarischen, Benrather Linie (maache-maake-Linie) bei Düsseldorf, Familienkölsch
- karneval-leverkusen.de: Kölsch-Lexikon, Redensarten – belegt: „Sich op französisch verdröcke“, ohne Abschied gehen
- Duden: alaaf – belegt: Kölner Karnevalsruf, hoch, hurra
- Wikipedia: Das Rheinische Grundgesetz (Kölsches Grundgesetz) – belegt: „Et kütt wie et kütt“ und „Wat fott es, es fott“ als Artikel 2 und 4
- Wikipedia: Weiberfastnacht – belegt: Möhnen, Frauen verkleidet als alte Frauen
- Wikipedia: Tschüss – belegt: tschö als rheinische Form, tschökes
Stand: Oktober 2026. Angaben ohne eigene Quelle sind redaktionelle Erfahrungswerte.
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